Diese 7 Fehler macht der Mittelstand im Marketing, ohne es zu merken! Du vielleicht auch?

Diese 7 Fehler macht der Mittelstand im Marketing, ohne es zu merken! Du vielleicht auch?

Im Marketing kann man vieles richtig, aber noch viel mehr falsch machen, wenn man nicht weiß was man tut. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir hier 7 häufige Marketingfehler, die vor allem kleine und mittelständische Unternehmen machen und wie du sie vermeidest.

1
Das machen wir schon immer so

Gestern lief es gut, Heute läuft es gut, Morgen vielleicht auch noch, aber was ist Übermorgen? Viele Unternehmen verlassen sich darauf, dass das eigene Marketing dauerhaft funktioniert, vergessen dabei aber veränderte Marktbedingungen, geänderte Kundenanforderungen und auch den Wettbewerb. Wir erleben oft, dass Unternehmer/innen meinen, sie seien marketingtechnisch ganz vorne mit dabei – in Wirklichkeit ist aber genau das Gegenteil der Fall. Deshalb ist es wichtig, das eigene Marketing in regelmäßigen Abständen zu hinterfragen, dabei die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe im Auge zu behalten und wenn nötig entsprechend zu reagieren.

2
Das Blabla über Qualität und Erfahrung

Wir alle kennen sie – Sätze wie “Mehr als 150 Jahre Erfahrung”, “Familienbetrieb mit Tradition” oder “Beste Qualität seit 1795”. Solche oder ähnliche Werbeaussagen sind in Wirklichkeit gar keine, denn Erfahrung, Qualität oder Zuverlässigkeit setzen Kunden heutzutage sowieso voraus. Derartige Aussagen kommunizieren null Mehrwert, keinerlei Kundennutzen und reißen im Jahr 2022 niemanden mehr vom Hocker. Ganz im Gegenteil – je nach Branche und Zielgruppe können sie sogar schaden, weil sie altbacken und überholt wirken. Die Gesellschaft hat sich weiter entwickelt. Kunden wollen verstehen, warum etwas gut ist, die Philosophie hinter einem Produkt oder einer Dienstleistung begreifen und sich dann mit einer Marke identifizieren. Natürlich können Werte wie Tradition und Erfahrung in manchen Branchen, mit dem richtigen Storytelling, nach wie vor ein wichtiger Baustein im Marketing sein, aber eben auch nur dann, wenn diese Werte aktiv gelebt und auch so nach außen kommuniziert werden.

3
“Wir müssen mal was für Junge machen”

Einer der schlimmsten Fehlgriffe im Marketing sind Werbeaktionen, die ganz gezielt junge Menschen ansprechen und deshalb besonders cool, trendy oder crazy wirken sollen. Das Problem an dieser Art der Werbung ist, dass man entweder wirklich cool, trendy oder crazy ist oder man ist es eben nicht. Alles andere wirkt künstlich, konstruiert und gerade junge Zielgruppen merken sofort, wenn irgendetwas nicht stimmig ist. Dann ist Fremdschämen angesagt und die Reputation eines Unternehmens rauscht in den Keller. Wer junge Menschen wirklich erreichen will, muss so werben, dass der Entschluss etwas cool oder trendig zu finden von selbst entsteht. Alles andere bewirkt genau das Gegenteil und führt dazu, dass man sich lieber doch woanders bewirbt oder ein bestimmtes Produkt eben nicht kauft.

4
Mitarbeiter mit Geld und Sachprämien ködern

In Zeiten von Fachkräftemangel und Personalengpässen neigen viele Unternehmen im Recruiting dazu, neue Mitarbeiter mit Wechselprämien, Geldgeschenken und allen möglichen anderen Dingen zu ködern. In manchen Branchen, beispielsweise im Handwerk, ist dadurch eine regelrechte Bieterschlacht um neue Mitarbeiter entstanden, die jedoch langfristig zwangsläufig nur in die Hose gehen kann. Warum? Wer Mitarbeiter mit Geldgeschenken ködert, zieht, wenn überhaupt, hauptsächlich die Mitarbeiter an, die für Geld alles machen würden. Bietet dann ein anderes Unternehmen noch mehr, sind solche Kandidaten ganz schnell wieder weg. Warum ist klar: Das was gute Mitarbeiter, Azubis oder Fachkräfte ausmacht, nämlich Ehrgeiz, Begeisterung für das was sie tun und Teamfähigkeit lässt sich nicht kaufen. Ganz im Gegenteil – wirbt man mit Geldgeschenken, vermittelt man den Eindruck, man hätte es nötig und wer will schon dort arbeiten, wo man es nötig hat?

5
Falsches Werbeumfeld

Laut Studien nehmen über 80% der Verbraucher in Deutschland eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung deutlich negativer wahr, wenn in einem falschen, negativen oder qualitativ minderwertigen Werbeumfeld dafür geworben wird. Würde beispielsweise Porsche Werbeanzeigen bei Aldi schalten, wäre das sicherlich nicht zielführend für’s Image. Deshalb lohnt es sich selbst für kleine und mittlere Betriebe, das eigene Werbeumfeld im Blick zu haben und falls nötig anzupassen. Wir erleben es oft, dass vor allem der Mittelstand hier nicht wirklich gut aufgestellt ist. Ein korrekt ermitteltes Werbeumfeld bietet viel Potenzial und eröffnet zudem neue Chancen.

6
Die Konkurrenz als Vorbild betrachten

Viele Betriebe orientieren sich in Marketing- und Werbefragen am Wettbewerb. Nun könnte man sagen, was dort funktioniert, funktioniert auch bei uns, aber so zu denken kann und wird nicht zielführend sein. Kopieren Unternehmen den Wettbewerb, verzichten sie damit nämlich auf eine eigene Aussage und somit auf eine unverwechselbare Darstellung ihres Unternehmens. So wird man schnell zum Mitläufer und die Konkurrenz ist einem immer einen Schritt voraus. Kopieren kann man schließlich immer nur ein Original.

7
Marketing vs. Qualität

Wenn dein Unternehmen echte Spitzenqualität liefert, deine Produkte die des Wettbewerbs in puncto Qualität weit hinter sich lassen oder deine Dienstleistung den besten Service weit und breit bietet, ist das super! Aber wird das durch dein Marketing auch stimmig kommuniziert? In vielen Fällen nicht, denn wir erleben es oft, dass Unternehmen zwar in dem was sie tun absolut top sind, deren Werbung aber nicht mal ansatzweise die Qualität vermittelt, die eigentlich angebracht wäre. Dadurch präsentieren sich viele Unternehmen unter Wert und verschenken viel Potenzial und somit Geld.